Schulische Gewaltprävention braucht eine Einbettung in den institutionellen Kontext, d.h. sie sollte von der ganzen Schule getragen werden und in der Schulorganisation verankert sein. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen: Die Schulleitung, Lehrkräfte, pädagogisches und nicht-pädagogisches Personal, Schüler und Eltern. Dafür sind entsprechende Fortbildungen notwendig, da das Thema nicht zu den Standards der Lehrerausbildung gehört. Schulische Gewaltprävention benötigt das Engagement einzelner Lehrkräfte und der Schulleitung. Schulleiter*innen werden auch als „gatekeeper“ für Präventionsmaßnahmen empfunden. Häufig bedarf es dann auch erst eines Anlasses (Wedemann & Kahl 2015), der auf das Thema Gewaltprävention aufmerksam macht. Um dann Gewaltprävention eben nicht nur punktuell sondern nachhaltig umzusetzen, muss ein Konsens im Kollegium erreicht werden, die Schüler- und Elternschaft sind zu informieren und am besten in den Schulentwicklungsprozess einzubeziehen. Das ThILLM begleitet mit verschiedenen Fortbildungsangeboten und mit Angeboten wie der Prozessbegleitung durch Berater*innen für Schulentwicklung.